Oliver Weidner

Gründer und Geschäftsführer

Oliver Weidner

Markt, Wachstum & Transformation

Ackerstraße 144
40233 Düsseldorf

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Wo in einer Organisation Wertschöpfung tatsächlich entsteht, gerät im Alltag schnell aus dem Blick. Oliver sorgt dafür, dass es wieder in den Blick kommt — dort, wo die Arbeit gemacht wird, und gemeinsam mit denen, die sie verantworten. Seit über zwanzig Jahren, vom internationalen Lebensmittelhändler bis in die Verwaltung, heute mit KI und Automatisierung als Werkzeug.

Zu Lidl kam er 2007, nachdem Greenpeace den Discounter als Supermarkt mit der höchsten Pestizidbelastung öffentlich an den Pranger gestellt hatte. Walter Pötter, einer der Architekten des deutschen Discounts, holte ihn zu Lidl, weil Oliver als Projektmanager bei QS Qualität und Sicherheit bewiesen hatte, dass er Systeme bauen kann, die halten. In fünf Jahren stieg er im internationalen Einkauf der Lidl Stiftung zum Geschäftsführer mit Querschnittsverantwortung für alle Food-Qualitätssicherungsprozesse auf.

Für Obst und Gemüse baute er ein System mit jährlich 30.000 Rückstandsanalysen, über 4.500 Lieferanten und 120.000 Erzeugern in 70 Ländern. Er setzte das Prinzip um, dass Lidl-Ware nur ein Drittel der gesetzlichen Rückstandshöchstmenge von Pestiziden enthalten darf — ein Standard, der bis heute gilt. Das Rückverfolgbarkeits-Etikett auf jeder Obst- und Gemüsekiste — ebenfalls sein System.
Als das lief, übernahm er die Qualitätssicherung für den gesamten Food-Bereich — mitten in der schwersten Imagekrise des Konzerns. Er baute ein stufenübergreifendes, digitales Lebensmittelsicherheitssystem auf, dessen Software speziell für Lidl konzipiert und gebaut wurde. Es schloss Wirkstoffe und Inhaltsstoffe auch dann aus, wenn sie gesetzlich noch erlaubt, aber gesellschaftlich nicht mehr tragbar waren: Azo-Farbstoffe, künstliche Aromen, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker — all das verschwand unter seiner Verantwortung aus dem Lidl-Sortiment.

Was ihn in dieser Zeit am meisten beeindruckte, war die Disziplin der Einfachheit im Discount. Prozesse erzielen mit minimalem Aufwand das maximale Ergebnis. Sie werden im Vorfeld in Ruhe geplant und dann konsequent umgesetzt — abteilungsübergreifend, von Ende zu Ende gedacht.

Bei QS Qualität und Sicherheit, vor Lidl, hatte er ein Laborzulassungsverfahren für Pestizidanalysen bei Obst und Gemüse aufgebaut, das den Kern des deutschen Rückstandsmonitorings bildet und heute europäischer Standard ist. Den Standard hat er anschließend internationalisiert. Davor: Agrarwissenschaftsstudium in Bonn, mehrere Jahre als Journalist für die Nachrichtenagentur Reuters während der BSE-Krise, in der Phase, als die Agentur von Bonn nach Berlin zog. Er lernte früh, wie Öffentlichkeit entsteht und wie Krisen kippen — eine Fähigkeit, die er später in Lidls Krisenteam wieder brauchte.

2017 gründete und leitete er für die expandierende Natsu Group — Europas größten Sushi- und Convenience-Produzenten — eine eigene Gesellschaft für die gruppenweite Qualitätssicherung. Danach begleitete er als Partner von Business Markers den Markteintritt von Britenet, einem polnischen Softwareentwicklungs- und IT-Outsourcing-Unternehmen, nach Deutschland — mit dem Vorstand strategisch geplant und in die Umsetzung gebracht.
Je länger er beriet und mit Menschen Transformationsprozesse in Gang setzte, desto klarer wurde, dass Veränderung Teil der Unternehmenskultur werden muss, damit sie gelingt. In den Organisationen und Unternehmen sah er immer wieder dasselbe — eine Führung, die modernisieren wollte, Mitarbeitende, die mit der Umsetzung alleingelassen wurden, und dazwischen niemanden, der beides zusammenbrachte. Er begann, strategisch mit Geschäftsführungen zu planen und die Umsetzung in den Organisationen zu moderieren.

Als er gemeinsam mit Frank und Andreas die neuen KI-Coding-Modelle ausprobierte, wurde ihm klar: Software wird künftig nicht mehr für Mitarbeitende gebaut, sondern von ihnen selbst. Seither experimentieren die drei täglich daran, die Möglichkeiten neuer Modelle schnell in Wertschöpfung für ihre Kunden zu übersetzen — und bringen sie zu Führungskräften, Mitarbeitenden, Vorständen und Inhabern.

Bei ADAPTIVE bringt Oliver alles ein, was er in über zwanzig Jahren zwischen Food-Konzern, Mittelstand und Verwaltung gelernt hat. Er sieht Möglichkeiten und Grenzen zugleich, ist offen, diskussionsfreudig, motivierend, wechselt Perspektiven und bringt Ideen in Bewegung. Er denkt visuell, spricht in Bildern, wird Teil der Organisationen, in die er kommt. Gespräche mit ihm beginnen selten mit Folien — und enden meistens mit einem ersten Schritt.