Sinclair ZX81 und DELL Pro Max GB10

lokale KI-Power

Vom ZX81 zum DGX — Eine Billiarde Operationen auf meinem Schreibtisch.

Aus dem Basislager

1982 kaufte sich Frank seinen ersten Computer — 1 KB RAM, 150 DM. Heute steht KI-Power auf seinem Schreibtisch, die sich wie ChatGPT anfühlt. Lokal, ohne Cloud, die Daten unter Kontrolle. Was sich in 43 Jahren nicht verändert hat: das Staunen und Entdecken.

Frank Pursch
Frank Pursch
Innovation, Betrieb & Finanzen
Tag 311 · 7. November 2025 · 11:51

Zeitreise: 1982, ich war zwölf, kaufte ich mir meinen ersten Computer, den Sinclair ZX81, für 150 DM. Eine Folientastatur, 1 KB RAM, und ein Prozessor, der ganze 300 Rechenoperationen pro Sekunde schaffte.
Ich erinnere mich noch genau an dieses Gefühl, eine neue Zeit begann. Auf unserem alten Fernseher im Wohnzimmer liefen plötzlich kleine Programme, die ich davor hockend selbst geschrieben hatte, und ich wusste, das hier verändert alles.

Seitdem hat mich diese Faszination nie mehr losgelassen. In all den Jahren war ich immer dort, wo neue Technologien entstanden, und ich habe sie nicht nur beobachtet, sondern ausprobiert, zerlegt und wieder zusammengesetzt. So habe ich gelernt, nicht durch Konsum, sondern durch Ausprobieren. Dieses praktische Forschen fühlt sich für mich bis heute an wie früher „Spielengehen“, ein Entdecken, Experimentieren und Staunen.
Ich glaube, genau das brauchen wir wieder, weg vom bloßen Verwenden fertiger Lösungen, die wir nicht verstehen, hin zum gemeinsamen Gestalten unserer eigenen Werkzeuge in einem kreativen, lebendigen Prozess zwischen Mensch und Maschine.

Und jetzt steht wieder so eine kleine schwarze Kiste vor mir, der Dell DG10 / NVIDIA DGX mit der Grace-Blackwell-Architektur. Fast derselbe Formfaktor wie damals, aber ausgestattet mit den modernsten Tensor-Cores, die es derzeit gibt, speziell für Anwendungen der künstlichen Intelligenz entwickelt.
Dieses System ist fähig, 1 000 000 000 000 000 😊 = eine Billiarde) Rechenoperationen pro Sekunde auszuführen. Damit lassen sich heute KI-Modelle betreiben, die in ihrer Leistungsfähigkeit durchaus mit ChatGPT vergleichbar sind, lokal, ohne Cloud, mit voller Kontrolle über Daten und Prozesse.

Wieder einmal spüre ich diese Aufbruchsstimmung. Eine neue Zeit, neue Möglichkeiten, und dieselbe Neugier wie 1982.

Mit meiner Arbeit bei Adaptive möchte ich diese Begeisterung weitergeben,
KI nicht als Ersatz des Menschen zu verstehen, sondern als Werkzeug, das unsere Kreativität, Zusammenarbeit und Selbstwirksamkeit erweitert.

Vom ZX81 zum DGX, das ist nicht nur Technikgeschichte, es ist meine persönliche Geschichte über Staunen, Lernen und das große Glück, immer wieder neu anfangen zu dürfen.

Frank Pursch
Frank Pursch
Innovation, Betrieb & Finanzen